
Im Folgenden wird das Keyboard-Mapping und die Artikulationen von EXS-basierten Performance-Patches für Percussion-Instrumente beschrieben. Weitere Informationen findest du unter Patches – Übersicht.
Performance-Patches sollen dir das Spielen mehrerer Artikulationen eines bestimmten Percussion-Instruments mit einem MIDI-Keyboard erleichtern. Performance-Patches umfassen eine geringe Anzahl von zugehörigen Instrumenten wie mehrere Shaker mit einzelnen Tasten zugewiesenen Artikulationen. Dieser Ansatz unterscheidet sich von anderen Percussion-Patches, die eine größere Auswahl an Percussion-Instrumenten enthalten.
Viele Performance-Patches verfügen über Performance-Tasten, mit denen du mehrere zugehörige Artikulationen mit einer einzigen Keyboard-Taste spielen kannst. Die Performance-Taste des Performance-Patches „Conga“ verwendet zum Beispiel Velocity-Splits für den Zugriff auf drei Artikulationen. Wenn du die Taste mit niedriger Velocity spielst, wird die Artikulation „Conga Mute“ ausgelöst. Wenn du die Taste mit moderater Velocity spielst, wird die Artikulation „Conga Open“ ausgelöst. Wenn du die Taste mit hoher Velocity spielst, wird die Artikulation „Conga Slap“ ausgelöst. Dies macht es dir einfach, realistische Conga-Performances mit deinem Keyboard oder einem Drumpad zu erstellen.
Performance-Patches können interessante Charakteristika aufweisen, die bei der Live- und Playback-Wiedergabe einer Region unterschiedlich sind. Wenn du eine Note live auf dem Keyboard spielst, wird das Sample von Sample-Anker – einem Marker für den musikalischen Fokus des Samples – oder von der Position an abgespielt, die auf den Takt fallen sollte. Beim Wiedergeben von MIDI-Events wird jedoch das komplette Sample gespielt, auch wenn es vor der Note im Event startet. Diese Verhalten führt zu natürlich klingenden Instrumenten. Dies ist zum Beispiel beim Sound eines Tamburins der Fall, der vor dem eigentlichen Schlag mit dem Handballen generiert wird.
Blocks & Bells: Velocity-Splits werden für die Emulation unterschiedlicher Spielweisen wie Anschlägen ohne Ton, mit Sticks und Schlegeln verwendet. Dieses Instrument hat kein Mapping für Performance-Tasten.

Bongos und Bongos Stick: Velocity-Splits werden für die Emulation unterschiedlicher Spielweisen wie Schlägen mit Fingerspitzen, flachen Hand oder Daumen verwendet.

Cajon: Velocity-Splits werden für die Emulation unterschiedlicher Spielweisen wie Schlägen mit der flachen Hand oder Fingerspitzen verwendet. Dieses Instrument hat kein Mapping für Performance-Tasten.

Claps & Snaps: Velocity-Splits werden für die Emulation unterschiedlicher Artikulationen wie Gruppengröße und Timing verwendet. Dieses Instrument hat kein Mapping für Performance-Tasten.

Congas und Congas Bright: Die Performance-Taste verwendet Velocity-Splits für den Zugriff auf drei Artikulationen. Wenn du die Taste mit niedriger Velocity spielst, wird die Artikulation „Conga Mute“ ausgelöst. Moderate Velocity löst die Artikulation „Conga Open“ und hohe Velocity die Artikulation „Conga Slap“ aus.

Shakers 1 und 2: Die Performance-Taste löst unterschiedliche auf der Velocity basierende Shaker-Tempoartikulationen aus. Außerdem werden durch Drücken und Loslassen der Performance-Taste verschiedene Artikulation der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Shakers ausgelöst, die die Bewegung eines Shaker-Spielers emuliert.

Tambourines: Die Tambourines-Performance löst unterschiedliche Artikulationen wie Variationen des Schütteltempos mit verschiedenen Velocity-Werten aus. Außerdem sind unterschiedliche Bewegungsartikulationen (vorwärts/rückwärts) vorhanden, mit denen das Ein-/Ausschalten von Noten ausgelöst wird.

Timbales: Velocity-Splits werden für die Emulation unterschiedlicher Spielweisen wie Stickschlägen, Rim Shots und Rollen verwendet.
